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Archive | Januar, 2012

 

Anschaffung Kinderwagen – eine Philosophie für sich

Jan. 31st | Posted by 0 comments
Anschaffung Kinderwagen – eine Philosophie für sich

Neben vielen anderen Anschaffungen, die den werdenden Eltern bevorstehen, ist der Kinderwagen eine der größten. Und hier fängt schon das grundsätzliche Dilemma an. Der Kinderwagen an sich hat den Zweck, das Kind bequem und mit möglichst wenig Anstrengung von A nach B zu transportieren. Er begleitet die Eltern und natürlich das Kind in Zukunft bei Spaziergängen, Einkäufen, Besorgungen, Reisen, in Fahrstühlen und in der U-Bahn. Und das ist nur ein kleiner Auszug einer wohl nie endenden Liste.

Dieser Umstand bzw. diese Abhängigkeit – gekoppelt mit der unglaublich großen Auswahl an Modellen, Farben und Preisen – führt unweigerlich zu einer philosophischen Frage, der sich Mama und Papa noch vor der Geburt stellen sollten und müssen. Wollen wir einen leichten und wendigen oder vielleicht doch eher stabilen und robusten, eher modernen oder klassischen Kinderwagen. Soll das Kind später auch entgegen der Fahrtrichtung sitzen können und passen alle Modelle in den Kofferraum unseres Autos. Einen Teutonia, Hartan, Osann, Bogaboo oder doch Emmaljunga? Und wie viel darf er kosten? Alles Fragen, die einzeln für sich meist einfach zu beantworten sind, aber in Kombination auf den ersten Blick als eine schier unlösbare Aufgabe erscheinen. Nicht zu unterschätzen ist ein weiterer Punkt, der diese Komplexität noch weiter verschärft: durchaus mögliche Unterschiede bei den Geschmäckern und Prioritäten von Mama und Papa. Aus meiner aktuellen Erfahrung kann ich berichten: Ein Auto auszusuchen fällt leichter.

Betrachtet man zudem die Preise, die teilweise für qualitativ besseren Gefährte aufgefahren werden, stellt sich uns persönlich die Frage, ob man auf einen gebrauchten Kinderwagen aus dem Bekanntenkreis zurückgreift und sich so ggf. zwei Stück “leistet”. Einen bei sich und einen im weiter entfernten Dörfchen bei Omas und Opas. Somit würde zumindest der Transport entfallen. Hier spielt die Psychologie jedoch eine nicht unwesentliche Rolle: Man will seinem Kind ja auch was “gönnen” und ihm (oder ihr) ein ordentliches und neues Gefährt an die Seite stellen, dass sie (oder er) mit den Bäuerchen eigens einweihen kann. Der Stolz des werdenden Vaters erlaubt nicht ohne Weiteres den gebrauchten Wagen von nebenan zu akzeptieren.

Wir selbst sind gerade noch mitten in der Findungsphase, die sich als nicht so einfach darstellt und schon zu der ein oder anderen konstruktiven, aber noch nicht finalen Diskussion geführt hat. Aus meiner Erfahrung als Berater und dem Versuch Analogien zu finden, stehe ich kurz vor dem Versuch, eine Entscheidungsmatrix aufzustellen, die uns anhand gewichteter Kriterien die Entscheidung leichter macht. Aktuell glaube ich, das wäre etwas over-engineered. Sollten wir uns bei der Entscheidung aber weiterhin so schwer tun, muss eine entsprechende Hilfestellung her.

Andere Paare bei der Geburtsvorbereitung berichteten bereits von stundenlangen Beratungsgesprächen bei den üblich verdächtigen Baby-Märkten. Vielleicht sollten wir ebenfalls eine neutrale Person als Beratung hinzuziehen. “Und was ist ihr Beruf?” – “Ich bin Buggy Consultant!”

Foto via Dominik Meissner Orime.de


Ersten Strampler kaufen – check!

Jan. 29th | Posted by 0 comments
Ersten Strampler kaufen – check!

Meine Partnerin und ich waren letztes Wochenende das erste Mal für das Baby einkaufen. Zwar sind wir erst in der 26. SSW, aber wir wollten uns die Premiere eines Baby-Einkaufs bereits jetzt gönnen. (Werdende) Eltern stehen beim Kauf der ersten Babysachen einem unglaublich weitreichenden Angebot an Stramplern, Bodys, Strumpfhosen und Jäckchen gegenüber. Die Baby-Industrie macht es einem nicht einfach, eine Wahl zu treffen. Sie versucht vielmehr die Mamas und Papas dazu zu bekommen, einfach alles zu kaufen, da ja alles so süß und knuffig ist.

Bedenkt man, dass die Kinder – vor allem in den ersten Monaten – so schnell wachsen, dass die Kleinen die gekauften Sachen höchsten vier Mal an ihren kleinen Leib tragen können, bevor sie herausgewachsen sind, erscheinen die auf den ersten Blick günstigen Preise gar nicht mehr als Schnäppchen. Da macht man sich automatisch Gedanken, ob ein zweites Kind im Anschluss nicht nur schön, sondern auch wirtschaftlich und effizient wäre. Aber zum Glück geht es nicht nach diesen Kriterien und das “Vermachen” von Babyklamotten im Familien- und Bekanntenkreis ist ein etabliertes Verfahren. Das erspart nicht nur viel Geld, sondern wohl auch eine Menge nerven…

Dennoch möchten wohl alle Eltern ihrem Kind auch eigene Sachen kaufen und es (individuell) geschmackvoll einkleiden. Unsere erste Errungenschaft sieht man auf obigen Foto. Ohne Ansprüche diesbezüglich an unser Ungeborenes zu haben, mussten wir diesen Body einfach mitnehmen. Ein komischer Gedanke, im Jahr 2030 ggf. auf der Abi-Entlassung seines Kindes zu sitzen. Dabei ist das eigene Abi gefühlt noch gar nicht so weit weg…


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Wach um 3 Uhr morgens – Bereitet uns die Natur vor oder quält sie uns einfach nur?

Jan. 27th | Posted by 0 comments

Heute Nacht war es mal wieder so weit: Neben dem eh schon zahlreichen nächtlichen “aus dem Bett schleichen” war meine Partnerin mal wieder um 3 Uhr morgens wach und konnte nicht mehr schlafen.

Dies kam in den letzten Wochen schon öfter vor. Sie wird nicht nur zu den mittlerweile notwendigen Toilettengängen gezwungen (das Baby drückt auf die Blase), sondern kann immer öfter die Nacht nicht mehr durchschlafen. Und zusammen mit ihr, werde ich wach. Das ist keine böse Absicht. Wenn der Mensch neben einem wach ist und einfach nicht mehr einschlafen kann, wird man bzw. ich nun mal ebenfalls wach.

Das trägt nicht gerade zu ihrer und meiner Ausgeschlafenheit bei, weswegen die Augenringe auch vor der Geburt durchaus an Größe und Dunkelheit zunehmen können. Zum Glück passiert dies nicht jede Nacht, wird aber immer häufiger. Die Gründe für die unsanften Unterbrechungen sind vielfältig: Das Baby strampelt bzw. nutzt die Bauchwand als Kickbox-Trainingsutensil, die Blase drückt, der Magen drückt, Sodbrennen etc. pp. Im Körper der Frau ist nach und nach immer weniger Platz und das macht sich bemerkbar.

Liest man in der einschlägigen Literatur bzw. in den zahlreichen Ratgeber-Seiten im Internet, wird davon gesprochen, dass die Natur die werdenden Eltern auf die anstrengenden Nächte nach der Geburt vorbereitet, wenn das Baby gefüttert, gewickelt und betüddelt werden möchte. WIE BITTE? Wenn das der Wahrheit entspricht, dann haben wir hier einen klaren Fall einer evolutionären Fehlentwicklung! Sollten die werdenden Eltern nicht total erholt und ausgeschlafen in das Elternsein starten, um die beschriebenen nächtlichen Bedürfnisse des Kindes bestmöglich befriedigen zu können? Sollte die Natur somit nicht dafür sorgen, dass man während der gesamten Schwangerschaft schläft “wie ein Baby” (mir fällt gerade auf, wie unpassend diese Redewendung eigentlich ist)?

Ich plädiere: Liebe Natur, bitte denke zusammen mit deiner Cousine, der Evolution, nochmal über diesen Punkt nach und ändert eure Einstellung hierzu as soon as possible. Alle werdenden Eltern werden’s euch danken. Und zusammen mit diesen auch alle Neugeborenen, die nachts fitte Eltern am Kinderbettchen vorfinden und nicht befürchten müssen wegen der Schlaftrunkenheit der Eltern eine Flasche frischen Kaffee anstatt der Milch zu bekommen.


Für Zwischendurch: Warum Vorfreude auf ein Kind so schön sein kann

Jan. 26th | Posted by 0 comments

Wenn man werdender Vater ist, bekommt man eine Menge Horrorgeschichten zu hören: Nächtliches Geweine, vollgemachte Windeln und überdimensionierte Bäuerchen auf dem besten Hemd. Aber was sind all diese Androhungen, wenn man alle Qualen durch das erste Telefonat mit seinem Nachwuchs entschädigt bekommt.

Worum es bei diesem Telefonat geht, kann man nur schwer erahnen. Vielleicht ja um den neuesten Kinderwagen mit integriertem iPhone-Ladekabbel und Bonbon-Spender?

via SpiegelOffline


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